Die Hallenrunde Saison 2004/05
 
Eine athletische Wundertüte mit Niveau
Bei den Fußball-Hallenkreismeisterschaften spielen taktische Disziplin und Schnellkraft eine wichtige Rolle

Sie hat sich doch ein wenig geändert, über die vielen Jahre. Nicht eben zum Schlechten, nein, das Niveau hat sie beibehalten, allein die entscheidenden Schwerpunkte haben sich etwas verschoben. Die Rede ist von der Fußball-Hallenkreismeisterschaft und ihrer Spielqualität. „Das Geschehen ist insgesamt athletischer geworden. Schnellkraft und Kondition fallen nun mehr ins Gewicht als früher“, glaubt Post-SV-Trainer Stefan Adler beobachtet zu haben. Die Zeiten, in denen sich laufscheue Dribbelkönige erfolgreich durch spektakuläre eins-gegen-eins Situationen tänzelten, sind weitestgehend passé.

Für Michael Bischoff, Coach der SG 83 Nürnberg, entscheidet beim Hallenkick sowieso die mannschaftliche Geschlossenheit. „Bei vier gegen vier ist es wichtig, dass jeder genau weiß, was er zu tun hat“, verrät Bischoff sein Erfolgsrezept. Und der Mann weiß, wovon er spricht, schließlich erreichte er mit seinem Team doch bereits zum dritten Mal in Folge die Endrunde.

Foto: Icks

David gegen Goliath

„Dort entscheiden oftmals nur Nuancen, gibt die Tagesform den Ausschlag“, sagt Bischoff. In den Vor- und Zwischenrunden sind die Qualitätsunterschiede freilich oftmals zu groß, zeigen sich unterklassige Mannschaften mitunter heillos überfordert. Doch das sei schon seit jeher so gewesen, ebenso wie die obligatorischen Überraschungen, wenn aufmüpfige Davids vermeintliche Goliaths überrumpeln. „Der Hallenfußball ist ein wenig wie eine Wundertüte“, erzählt der Süder Übungsleiter Günter Röttinger, der nach Saisonende von Gerhard Zuber (SC Worzeldorf) abgelöst wird. Viele Teams verzichten bewusst auf Leistungsträger, wollen eventuelle Verletzungen der Akteure vermeiden. Somit treffen nicht selten bessere Ersatzmannschaften aufeinander. „Das ist leider immer häufiger der Fall, das ist schade. Wir sind allerdings mit unserer Selecao angereist“, witzelt Adler. Für Röttinger steht jedenfalls fest, dass „das Spiel härter geworden ist. Es wird mit mehr grenzwertigem Einsatz gespielt“.

Ein These, die in etlichen Partien des Wochenendes ihre Bestätigung fand. Oftmals bestimmten rabiate Beingrätschen das raue Spielgeschehen in der Sporthalle am Berliner Platz, filigrane Technikerfüße wurden schmerzvoll getreten. „Daran sind aber die Schiedsrichter nicht schuldlos. Würden sie rigoros durchgreifen, passierte so etwas nicht“, rügt Bischoff allzu laxe Unparteiische. Exemplarisch dafür stand die hitzige Partie zwischen dem Kreisligisten DJK BFC Nürnberg und den Bezirksligakickern des Türkischen FK. Der Unparteiische pfiff nur, ließ den eifrigen Fußballern somit unnötig viel Phantasie beim emsigen Umhobeln des Gegners. Die Folge war eine überharte Begegnung mit leidlich ansehnlichem Charakter. Adler veranlasste dieses unerfreuliche Geholze, einen innovativen Blick in die Zukunft des Hallenfußballs zu werfen. „Am besten wäre es, das Grätschen generell zu untersagen“, findet der Trainer des Post-SV. Schließlich gehe es dabei um einen gepflegten Umgang mit dem runden

Spielgerät. Dieser wurde den zahlreichen Zuschauern freilich auch geboten und zwar „auf demselben Niveau wie in den vergangenen Jahren auch“, wie Hubertus Waldmann, Kreisvorsitzender des Bayerischen Fußballverbands, befand.

Am kommenden Sonntag treffen sich die spielstärksten Teams im Rahmen der Endrunde in der Halle am Berliner Platz erneut. Dann entscheiden wieder die Feinheiten - oder eben die Tagesform.

THORSTEN DRENKARD
10.1.2005 0:00 MEZ

© NÜRNBERGER NACHRICHTEN

 
+++ Sonntag, 09.01.2005/18 Uhr -- VGN Hallenmeisterschaft Kreis Nbg.-Fürth +++
       
Zwischenrunde
Gruppe D: Dergahspor Nbg., FC Kalchreuth, KSD Hajduk, ASV Vach, Post SV Nürnberg
         
18:00 Uhr
Dergahspor Nbg.
-
Post SV 1:6
Tore: 0:1 Hulm, 0:2 Stölner, 1:2, 1:3 Baran, 1:4 Bierbrauer, 1:5 Niklaus, 1:6 Kühnlein
         
18:54 Uhr
Post SV
-
FC Kalchreuth 1:1
Tore: 0:1, 1:1 Kühnlein
         
19:48 Uhr
Post SV
-
KSD Hajduk 2:1
Tore: 1:0 Maderer, 2:0 Niklaus, 2:1
         
20:42 Uhr
ASV Vach
-
Post SV 3:0
Tore: 1:0, 2:0, 3:0
         
           
 
Tabelle
T
P
 
 
1.
ASV Vach
10:6
8
 
 
2.
FC Kalchreuth
8:6
8
 
 
3.
Post SV
9:6
7
 
 
4.
Dergahspor Nbg.
10:13
3
 
 
5.
KSD Hajduk
7:13
1
 
 

Gruppe D
Entweder der ASV Vach aus der Landesliga oder der Bezirksoberligist Post SV - einer dieser beiden Favoriten, das war schon vor dem Aufeinandertreffen der beiden Teams im letzten Spiel des gestrigen Abends klar, würde scheitern. Der Kreisliga-Tabellenführer FC Kalchreuth war nämlich auch in der Halle auf Erfolgskurs geblieben und hatte sich vor 250 Zuschauern bereits eines der beiden Endrundentickets geholt. Gegen die Post (1:1) und Vach (2:2) hatten die Kalchreuther jeweils einen Zähler errungen, Kreisligist Hajduk (3:2) und Dergahspor aus der Bezirksliga (2:1) wurden knapp geschlagen.
Vach dagegen hatte Mühe; sowohl gegen Kalchreuth als auch gegen Hajduk reichte es nach 0:2-Rückständen nur zu 2:2-Unentschieden. Gegen Dergahspor wurde ein 2:0-Vorsprung verspielt, bevor Oliver Wurzbacher den "Dreier" rettete. So musste gegen die Post, die schon sieben Zähler auf dem Konto hatte, unbedingt ein Sieg her, wollte der bayerische Hallenmeister von 2000 und vierfache Kreismeister (alle Titel wurden zwischen 1996 und 2000 errungen) nicht - wie im Vorjahr - schon in der Zwischenrunde scheitern.
Doch als es ernst wurde, war das Team von Hans Federhofer zur Stelle:
Ein Hattrick des insgesamt fünfmal erfolgreichen Wurzbacher bescherte dem ASV einen verdienten 3:0-Erfolg und - wegen der besseren Tordifferenz - sogar noch den Gruppensieg.
Neben Post blieben auch Dergahspor und der KSD Hajduk, der als bester Gruppenzweiter weitergekommen war, trotz technisch sehenswerter Darbietungen auf der Strecke.

Ergebnisse: Dergahspor - Post SV 1:6, FC Kalchreuth - KSD Hajduk 3:2, ASV Vach Dergahspor 3:2, Post - Kalchreuth 1:1, Hajduk - Vach 2:2, Dergahspor - Kalchreuth 1:2, Post - Hajduk 2:1, Kalchreuth - Vach 2:2, Hajduk - Dergahspor 2:6, Vach - Post 3:0.

Tabelle: 1. ASV Vach 10:6/8, 2. FC Kalchreuth 8:6/8, 3. Post SV 9:6/7, 4. Dergahspor 10:13/3,
5. KSD Hajduk 7:13/1.
Beste Torschützen: Wurzbacher (Vach) fünf, A. Kraus (Vach), Khiari (Hajduk) je drei.
SR: Bayerl (SC Worzeldorf), Mandak (1. FC Nümberg).

© NÜRNBERGER ZEITUNG

 
+++ Donnerstag, 06.01.2005 -- Heroldsberg- Turnier des Tuspo Heroldsberg +++
 
Turnier bei TuSpo Heroldsberg
II. MANNSCHAFT
       
Gruppenspiele:
10:03 Uhr
Post SV II
-
Club de Eldorado 7:0
Tore: 1:0 Cetinkaya, 2:0 Born, 3:0 Cetinkaya, 4:0 Stölner, 5:0 Barthold, 6:0 Bierbrauer, 7:0 Cetinkaya.
           
10:39 Uhr
TuSpo Heroldsberg
-
Post SV II 0:5
Tore: 0:1 Born, 0:2 Roth, 0:3 Barthold, 0:4 Stölner, 0:5 Born.
           
11:15 Uhr
FC Kalchreuth II
-
Post SV II 1:2
Tore: 1:0, 1:1 Stölner, 1:2 Roth.
           
12:09 Uhr
Post SV
-
ASN Pfeil 9:1
Tore: 1:0, 2:0 Born, 3:0 Barthold, 4:0 Kumak, 5:0 Cetinkaya, 6:0 Roth, 7:0 Kumak, 8:0 Roth, 8:1, 9:1 Barthold.
           
 
Tabelle
T
P
 
 
1.
Post SV Nürnberg II
23:2
12
 
 
2.
TuSpo Heroldsberg II
14:10
7
 
 
3.
FC Kalchreuth II
8:6
7
 
 
4.
Club de Eldorado
7:19
3
 
 
5.
ASN Pfeil
4:19
0
 
 

Im hervorragend organisierten Hallenturnier des TuSpo Heroldsberg errang die II. Mannschaft des Post SV einen souveränen Turniersieg mit vier Siegen in vier Spielen. Lediglich die II. Mannschaft des FC Kalchreuth konnte den Gelbblauen phasenweise Paroli bieten, unterlag jedoch letzlich ebenfalls mit 2:1. Im Sturm gab Neuzugang Serdar Cetinkaya sein Debüt im Posttrikot und wusste sowohl mit schönen Vorlagen und Direktspiel als auch mit selbst erzielten Treffern zu überzeugen. Im Tor glänzte der wiedererstarkte Michael Marthol mit sehenswerten Paraden.

 
Turnier bei TuSpo Heroldsberg
I. MANNSCHAFT
       
Gruppe A:
TSV Behringersdorf, SV Kleinsendelbach, TSV 1883 Johannis, Post SV Nürnberg
Gruppe B:
TSV Neunkirchen, SC Uttenreuth, SG 83 Nürnberg/Fürth, TuSpo Heroldsberg
         
Gruppenspiele:
13:00 Uhr
Post SV
-
TSV Behringersdorf 6:0
Tore: 1:0 Niklaus, 2:0 Peric, 3:0 Hulm, 4:0 Niklaus, 5:0 Kühnlein, 6:0 Maderer.
           
14:48 Uhr
TSV 1883 Johannis
-
Post SV 2:5
Tore: 0:1 Peric, 0:2, 0:3 Hulm, 0:4 Peric, 1:4, 2:4, 2:5 Hulm.
           
16:00 Uhr
Post SV
-
SV Kleinsendelbach 2:2
Tore: 0:1, 1:1, 1:2 Hulm, 2:2.
         
Einlagespiel
16:40 Uhr
Post SV G-Jun.
-
TuSpo Heroldsberg G-Jun. 2:1
           
Halbfinale
17:10 Uhr
Post SV
-
TSV Neunkirchen 5:2
Tore: 1:0 Kühnlein, 1:1, 2:1 Hulm, 2:2, 3:2 Paulus, 4:2 Hulm.
         
Endspiel
18:30 Uhr
Post SV
-
SG 83 Nürnberg/Fürth 2:4
Tore: 0:1, 0:2, 1:2 Kühnlein, 2:2 Paulus, 2:3, 2:4.
           
 
Abschlußplazierungen  
 
1.
SG Nürnberg/Fürth  
 
2.
Post SV Nürnberg  
 
3.
TSV Neunkirchen  
 
4.
SV Kleinsendelbach  
 
5.
TSV Behringersdorf  
 
6.
SC Uttenreuth  
 
7.
TSV 83 Johannis Nbg.  
 
8.
TuSpo Heroldsberg  
           
Nur von BOL-Ligakonkurrent SG 83 Nürnberg/Fürth waren die Poster an diesem Nachmittag in Heroldsberg zu bezwingen. Im gut besetzten Turnier erreichte der PSV mit überaus ansprechenden Leistungen das Endspiel und musste sich erst dort mit 4:2 geschlagen geben. Besonders Neuzugang Michael Peric und Youngster Daniel Paulus, erstmals im Seniorenbereich im Einsatz, wussten zu gefallen. Neben dem 2. Platz erwähnenswert dass sich Indoor-Torkanone Anton Hulm den Pokal des besten Torschützen mit acht Treffern sicherte.
           
Stark besetztes Turnier
Hallenfußball in Heroldsberg - Gastgeber nur auf Platz acht


Mit einem 4:2-Endspielsieg über den Konkurrenten aus der Bezirksoberliga Post SV Nürnberg sicherte sich letztlich nicht unverdient die SG 83 Nürnberg-Fürth den von der Marktgemeinde Heroldsberg gestifteten Wanderpokal bzw. den Sieg beim Heroldsberger Hallenfußballturnier.

Mit der SG 83 Nürnberg-Fürth und dem Post SV Nürnberg hatten sich zuvor die beiden besten Mannschaften in ihren Gruppen dieses gut besetzten Turniers erwartungsgemäß durchgesetzt. Die SG 83 gewann ihr Halbfinalspiel gegen den starken Kreisligisten SV Kleinsendelbach mit 3:1 und der Post SV setzte sich gegen den Bezirksligisten TSV Neunkirchen/Brand mit 5:2 Toren durch.

Im Spiel um Platz drei gewann Neunkirchen mit 3:2 gegen Kleinsendelbach. Den 5. Rang erreichte der Kreisligist TSV Behringersdorf, der den Kreisklassenvertreter SC Uttenreuth mit 4:2 besiegte. Platz sieben ging mit einem 5:1-Kantersieg an den Bezirksligisten Johannis 83 Nürnberg, der insgesamt etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, gegen das Team des veranstaltenden Kreisklassisten Tuspo Heroldsberg. Dabei zeigte sich wiederum, dass der Tuspo wohl keine typische Hallenmannschaft ist.

Die 18 Turnierspiele, die sehenswerten und spannenden Fußball boten und zudem trotz allen Einsatzes äußerst fair verliefen, wurden von den Schiedsrichter Röhlin (Tuspo Nürnberg) und Gramms (Post SV Nürnberg) sicher und unauffällig geleitet.

Tuspo-Reserve wurde Zweite

Das bereits am Vormittag ausgetragene Turnier für 2. Mannschaften entschied der Post SV Nürnberg II für sich. Gastgeber Tuspo Heroldsberg II belegte den zweiten Platz vor dem FC Kalchreuth II, der Privatmannschaft „Club de Eldorado“ Heroldsberg und dem ASN Pfeil Nürnberg. b.s.

10.1.2005 0:00 MEZ
© ERLANGER NACHRICHTEN

 
+++ Dienstag, 04.01.2005/18 Uhr -- VGN Hallenmeisterschaft Kreis Nbg.-Fürth +++
       
Vorrunde Gruppe 10:
TV Glaishammer, DJK Sparta Noris, FC Ay Yildiz, SV Laufamholz, Post SV Nürnberg
         
18:36 Uhr
Post SV
-
TV Glaishammer 6:0
Tore: 1:0, 2:0 Niklaus, 3:0 Maderer, 4:0 Bierbrauer, 5:0 Hulm, 6:0 Stölner
         
19:12 Uhr
SV Laufamholz
-
Post SV 0:4
Tore: 1:0 Baran, 2:0 Kühnlein, 3:0 Baran, 4:0 Bierbrauer
         
20:06 Uhr
FC Ay Yildiz
-
Post SV 1:9
  Tore: 1:0 Halenke, 2:0 Maderer, 3:0 Hulm, 4:0 Bierbrauer, 5:0 Maderer, 5:1 Aytan, 6:1 Halenke, 7:1 Maderer, 8:1 Halenke, 9:1 Baran
         
20:42 Uhr
Post SV
-
DJK Sparta Noris 2:1
Tore: 1:0, 2:0 Stölner, 2:1 Krestel
         
           
 
Tabelle
T
P
 
 
1.
Post SV Nürnberg
21:2
12
 
 
2.
DJK Sparta Noris
13:7
9
 
 
3.
SV Laufamholz
11:14
6
 
 
4.
FC Ay Yildiz
8:14
3
 
 
5.
TV Glaishammer
6:22
0