-- Meister A-Klasse 8 Saison 2008/09 --
 
NZ-Meisterserie: Post SV II endlich in der Kreisklasse
Aller guten Dinge sind sechs - Post-Reserve steigt auf
 
Die Meistermannschaft des Post SV Nürnberg II, stehend von links: Dede Özel, Serdal Kumak, Marco Ettinger, Patrick Dressel, Mo Fachfach, Alen Ivankovic, Markus Wild, Darryl Horn, Marc Ramthun, Christop Zerr, Florian Born. Kniend von links: Nino de Rosa, Andreas Köck, Christian Appel, Andreas Niklaus, Onur Celik, Michi Luntz, Trainer Rafael Wieczorek, Felix Gottschalk. Foto: privat
 
NÜRNBERG - «Endlich oben», prangt auf den Aufstiegs-T-Shirts des Post SV Nürnberg II. Endlich in der Kreisklasse. Nach fünf (!) vergeblichen Anläufen ist die Freude nur allzu verständlich. Aber weil jede «Niederlage» auch ein Sieg sein kann, schöpften die Post-Kicker gerade aus der verpatzten Relegation 2008 (0:1 gegen die SpVgg Zabo Eintracht) neuen Mut.

«Die zünftige Nichtaufstiegsfeier vor einem Jahr hat das Team noch mehr zusammengeschweißt», erinnert sich Routinier Andi Niklaus, der mit seinen 43 Jahren immer noch kräftig mithilft, dass bei der Post auch tatsächlich die Post abgeht.

Mit nahezu unverändertem Kader, aus der eigenen Jugend stießen Patrick Dreßel, Mo Fachfach und Taygun Karakas dazu, ging die Post-Reserve mit einem klaren Ziel in die neue Spielzeit der A-Klasse 8: Meisterschaft und damit Aufstieg. Trainer Rafael Wieczorek, der bis zu einer schweren Knieverletzung selbst in der ersten und zweiten Mannschaft aktiv war, hatte 2007 von Post-Urgestein Heinz Niklaus ein intaktes Team übernommen und formte daraus die Aufstiegself.

Mit sechs Siegen in Folge verlief der Start nach Maß; nur drei Kontrahenten konnten der Post in der Vorrunde ein Unentschieden abtrotzen. Aber es gab auch Rückschläge. Christian Imhoff, der Mann hinter den Spitzen, stand im Jahr 2009 beruflich bedingt nicht mehr zur Verfügung. Zudem schmolz am «grünen Tisch» der Vorsprung aufgrund des Rückzugs des TSV 1846 Club Napoli. Und nach der ersten und einzigen Saisonniederlage fünf Spieltage vor Schluss (1:2 vor eigenem Publikum gegen den Tabellendritten DJK Sparta Noris) stand man plötzlich nur noch auf Rang zwei.

Doch spätestens mit dem 4:1-Triumph im Gipfeltreffen über den VfL Nürnberg II waren nach einer überzeugenden Vorstellung, die Torjäger Christian Appel (2), «Oldie» Niklaus und Youngster Onur Celik mit ihren Toren sowie die Ramthun-Brüder mit einer starken Leistung garnierten, alle Zweifel an der Meisterschaft beseitigt. Am Ende hatte der Post SV II 59 Punkte (vier mehr als der VfL II) und 99:31 Tore auf seinem Konto.

Insgesamt waren nicht weniger als 34 Akteure am Titelgewinn beteiligt. Und es gibt eine Menge Eckpfeiler hervorzuheben. So hatte Torhüter Serdal Kumak die meiste Einsatzzeit, während «Knipser» Appel sein Ergebnis der Vorsaison mit 40 Toren sogar noch überbieten konnte und mit 43 Treffern der Beste der gesamten Liga war.

Im Mittelfeld zog Kapitän Marc Ramthun umsichtig die Fäden, war aber auch vor allem kämpferisch ein Vorbild für die jungen Spieler. Doch nun nimmt er eine Auszeit und wird in der Kreisklasse voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. «Ein herber Verlust», befürchtet Niklaus, der trotz seines hohen Alters auch noch das ein oder andere wichtige Tor (neun waren es am Ende) beisteuern konnte.

Marco Ettinger fungierte als spielstarker Abräumer vor der Abwehr, Andi Köck gab den Antreiber über die Außenbahn (zwölf Tore), Celik drehte vor allem gegen Ende der Saison mächtig auf (13 Tore). Nicht zu vergessen natürlich die Abwehrstrategen Markus Wild, Flo Born und Nino de Rosa sowie die Zuverlässigen wie Michi Luntz und Dede Özel. Insgesamt aber sind sich die Poster einig: Der gute Zusammenhalt, die gute Mischung aus Jung und Alt waren letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

Für die Kreisklasse peilt der Post SV II, natürlich weiterhin mit Erfolgstrainer Rafael Wieczorek und dazu mit «frischem» Personal aus den eigenen A-Junioren, einen einstelligen Tabellenplatz an. Hermann Hempel
9.06.2009© NÜRNBERGER ZEITUNG