5. Spieltag
Saison
2012/13
7. Spieltag
So, 19. August 2012    
6. Spieltag
SV 73 Nbg Süd
1:1
Post SV
15:00 Uhr Tore: 1:0 Gassner (17.), 1:1 Peric (48.)
  Süd: Tschinkel, Jauch, Döllinger, Henninger, Ehrl (55. Reiser), Gassner, Bir, B. Herzner, Babur (83. Kilic), Fiori, Daschner
  PSV: Barnasch, Clas, Senger (46. Strasser, 80. Paulus), Thompson, Pfeffer, Kühnlein, Peric, Born, Trebes (46. Schwab), Krekeler, Almosdörfer
 
SR: Christoph Stühler (DJK-SC Oesdorf)

Zuschauer: 70

 

Besonderes: -

 
 
vom 19.08.2012
 

Gegen den Verband verloren, dem Primus getrotzt

Süder Neuzugang Tekdemir beim 1:1 im Derby gegen den Post SV noch gesperrt

Nürnberg  - Wie so oft stand beim SV 73 Süd in den vergangenen Tagen eine Personalie im Mittelpunkt: die Rückkehr von Okcan Tekdemir. Dabei ging es am Sonntag im Nürnberger Derby gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer der Bezirksliga 2, den Post SV. Letztlich blieb dem „Wandervogel“ beim 1:1 (1:0)-Unentschieden dann nur die Zuschauerrolle.

Eine Formalie verhinderte, dass Tekdemir drei Tage nach seiner Rückkehr vom SC 04 Schwabach gleich zur Verstärkung für seine neue Mannschaft wurde, die er ja erst nach der abgelaufenen Saison verlassen hatte. Am Freitag erteilte der Bayerische Fußball-Verband in München aus formaljuristischen Gründen keine Freigabe, sehr zum Ärger der Süder und von Tekdemir selbst. Der wiederum überraschte den interessierten Beobachter mit der Aussage, er habe ja eigentlich gar nicht von Süd weg gewollt. Der Trainerwechsel vor der Saison sei ausschlaggebend gewesen.

„Ich wohne zehn Minuten von hier entfernt, und es herrschen super Bedingungen“, begründet der Offensivspieler seine Rückkehr aus Schwabach, für das er in der aktuellen Landesligasaison verletzungsbedingt (Bänderriss) nur zweimal auflief. Womit die stattliche Liste des 24-Jährigen an Ex-Vereinen – unter anderem Neustadt/Aisch, Dergahspor, SG Quelle, FC Amberg, Bayern Hof – wieder ein Stück angewachsen ist. „Es ist mir egal was die Leute sagen. Wo ich war, habe ich gespielt und getroffen. Jetzt will ich mit Süd die Klasse halten“, so Tekdemir mit einer weiteren Aussage, die aufhorchen lässt. Der Klassenerhalt als Ziel für den ambitionierten Verein aus der Werderau? Nach dem Weggang von Mario Swierkot hatte Abteilungsleiter Dieter Rebel bereits kleinere Brötchen gebacken und das Thema Meisterschaft ad acta gelegt.

Nun ja, sicher läuft es bei den Südern noch nicht optimal, mit dieser Mannschaft dürfte der Klassenerhalt jedoch nur das allerunterste Minimalziel sein. Immerhin ließ die Truppe von Trainer Stefan Vogel, der nach dem zweiten Spieltag von Giovanni Selce übernahm, auch gegen den Post SV immer wieder ihre individuelle Klasse aufblitzen. So beispielsweise beim 1:0. Herrlich die Hereingabe von Adrian Henninger an den langen Pfosten, wo Bastian Herzner seinem Gegenspieler entwischte und zur Führung einschob (8.).

Oder in der 31. Minute, als Post-Innenverteidiger Stefan Kühnlein nach einem tollen Spielzug der Hausherren in höchster Not klären musste. Kurz darauf prüfte Kühnlein seinen eigenen Schlussmann Sebastian Barnasch, einen Ex-Süder, nach einer Flanke von Manuel Fiori. Allerdings soll nicht der Eindruck entstehen, als hätten die Gäste nicht am Geschehen teilgenommen. Taktisch diszipliniert und mannschaftlich geschlossen hielt die Post dagegen, die allerdings bei schweißtreibenden Temperaturen um 36 Grad das schwere Kreuz tragen musste, einem Rückstand hinterherzulaufen. Trainer Wolfgang Lutz vollzog in der Pause den mitentscheidenden Schachzug, Michael Peric aus der Innenverteidigung in die Offensive zu schicken. Denn fortan konnten die Gäste mehr Druck aufbauen, was sich schnell auszahlen sollte.

Eine Hereingabe von Florian Almosdörfer konnten die Süder noch abblocken, aus dem Hintergrund schoss Peric aber überlegt zum Ausgleich ein (47.). Bei diesem gerechten Resultat sollte es dann auch bleiben, wenngleich beide Mannschaften noch Chancen zum Siegtreffer hatten. So verzog Herzner knapp (63.), Süds Schlussmann Martin Tschinkel klärte auf der Gegenseite zunächst gegen Peric (66.) und hatte dann Glück: Bei einer Freistoßflanke von Christoph Krekeler griff er ausnahmsweise einmal daneben, der Ball klatschte aber gegen den Innenpfosten (75.). Die dickste Möglichkeit hatte Peric in der Schlussminute nach einem sehenswerten Konter, doch sein Flugkopfball ging am Gehäuse vorbei.

Auf Seiten der Gäste sah man hernach zufriedene Gesichter, denn nach zuvor fünf Siegen bleibt die Lutz-Truppe weiter ungeschlagen und somit ganz vorne dabei. Süd kommt dagegen nicht vom Fleck und hat neben diesem Unentschieden einen Sieg in Cadolzburg und drei Niederlagen zu Buche stehen. Vielleicht kommt am Mittwoch im Nachholspiel gegen den starken Aufsteiger aus Schwaig (18.30 Uhr, Werderau) die Wende, doch Abteilungsleiter Dieter Rebel will offenbar nichts dem Zufall überlassen und die Mannschaft noch einmal verstärken. Bei Janos Pal und Sidi Hertl (DJK Ammerthal) ist eine Verpflichtung nur noch Formsache. Weitere Zugänge sollen noch folgen. Bis zum 31. August, dem Ende der Wechselfrist, könnten also erneut Personalien das Geschehen rund um den SV 73 Süd bestimmen. 

 

 
06. Spieltag (Hinrunde)
  Platz Verein
Spiele
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
SC Rupprechtstegen - ATSV Erlangen 2 : 1   1 SG Nürnberg 83 6 5 1 0 17:5 12 16
BSC Erlangen - SV Schwaig 0 : 7   2 Post SV Nürnberg 6 5 1 0 15:4 11 16
SV 73 Nürnberg Süd - Post SV Nürnberg 1 : 1   3 SV Schwaig 5 5 0 0 18:1 17 15
FC Stein - SpVgg Heßdorf 3 : 1   4 SpVgg Erlangen 5 4 1 0 14:1 13 13
SpVgg Hüttenbach - SG Nürnberg 83 0 : 2   5 ATSV Erlangen 6 3 2 1 10:6 4 11
ASV Fürth - TSV Cadolzburg 2 : 1   6 Baiersdorfer SV 5 2 3 0 7:3 4 9
Cagrispor Nürnberg – TV 48 Erlangen 1 : 3   7 TV 48 Erlangen 6 3 0 3 12:10 2 9
      8 SpVgg Heßdorf 6 2 2 2 7:8 -1 8
      9 FC Stein 6 2 1 3 9:12 -3 7
  10 SC Rupprechtstegen 6 2 1 3 6:12 -6 7
  11 SpVgg Hüttenbach 6 1 3 2 12:8 4 6
      12 ASV Fürth 6 2 0 4 6:9 -3 6
  13 TSV Cadolzburg 5 1 1 3 10:6 4 4
  14 ASV Veitsbronn-Siegelsdorf 4 1 1 2 6:6 0 4
  15 SV 73 Nürnberg Süd 5 1 1 3 3:9 -6 4
  16 FC Hersbruck 5 1 0 4 5:15 -10 3
  17 Cagrispor Nürnberg 6 0 2 4 4:15 -11 2
  18 BSC Erlangen 6 0 0 6 1:32 -31 0

 
             
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